Schulprogramm - Grundschule Mittegroßefehn

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Schulprogramm

Unsere Schule
I. Leitbild



II. Situationsbeschreibung (Stand Februar 2016)


1. Rahmenbedingungen
1.1 Personelle Zusammensetzung der Schule
1.2 Struktur des Vormittags
1.3 Räumliche Gegebenheiten
1.4 Gestaltung von Schule und Schulhof
1.5 Vertretungskonzept
1.6 Förderverein

2. Übergeordnete Schwerpunkte
2.1 Förderung der Lesefähigkeit
2.2 Bewegung und Gesundheit
2.3 Förderung des Sozialverhaltens/Gewaltprävention
2.4 Sonderpädagogische Grundversorgung

3. Unterricht
3.1 Pädagogische Grundsätze
3.2 Förderkonzept

4. Kooperation
4.1 Zusammenarbeit im Kollegium
4.2 Elternarbeit
4.3 Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
4.4 Kooperation mit anderen Schulen
4.5 Kooperation mit Einrichtungen der Jugendhilfe
4.6 Kooperation mit außerschulischen Lernorten
4.7 Kooperation zwischen Schule und Sportverein


5. Fortbildung


6. Internationale Kontakte


7. Neue Medien


8. Schulische Veranstaltungen


III. Schulprogramm und Schulentwicklung

1. Schulentwicklung

1.1 Zusammenfassung der Schulentwicklung bis 2005 (seit 1996)
1.2 Zielvorgaben früherer Schulprogramme (seit 2005/06), die bereits
     realisiert wurden

2. Kontinuität im Erreichten


3. Jahresplanung für das Schuljahr 2015/16
3.1 Schwerpunkte
3.2 Weitere Zielvorgaben

4. Evaluation




IV. Anhang

• Zeitliche Strukturierung des Vormittags
• Vertrag zwischen Schüler und Klassenlehrer
• Maßnahmekatalog als gemeinsame Grundlage aller Lehrkräfte
• Kooperationskalender zwischen Kindergärten und Grundschule
• Zuständigkeiten an unserer Schule













GRUNDSCHULE MITTEGROßEFEHN

Wir verbringen viel Zeit zusammen in der Schule. Wir wollen uns wohl fühlen.
Wir gehen rücksichtsvoll miteinander um.
Wir wollen lernen.
Jede Schülerin/jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
Jede Lehrerin/jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten.
Streit kommt vor. Aber keiner schlägt zu.
Wir behandeln alle Sachen so, als gehörten sie uns selbst.
Anweisungen und abgesprochene Regeln werden befolgt.
Wir achten das Eigentum anderer und gehen rücksichtsvoll damit um.

Abkommen zwischen Lehrern und Schülern der Grundschule Mittegroßefehn
(gemeinsam erarbeitete Präambel der Schulordnung)




I.Leitbild unserer Schule

Unsere Schule ist ein Lern-Ort für alle. Jedes Kind wird seinen individuellen Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert.
Die Lesekompetenz sowie der Bereich Sport und Gesundheit bilden zwei wesentliche Schwerpunkte. Die Schule ist geprägt durch eine Atmosphäre, die Toleranz, Teamfähigkeit, Kreativität, Selbständigkeit und gewaltfreie Problemlösung umfasst. Es wird angestrebt, bei den Schüler/innen Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich und anderen zu entwickeln.
Wir haben eine enge Zusammenarbeit mit allen, die an diesem Lernprozess beteiligt sind.
Alle Entscheidungen, die das Leben in unserer Schule bestimmen, werden immer wieder auf ihren Sinn und ihre praktische Anwendbarkeit hin überprüft.




II. Situationsbeschreibung


1. Rahmenbedingungen


1.1 Personelle Zusammensetzung der Schule

Die Grundschule Mittegroßefehn setzt sich z. Z. personell zusammen aus 118 Schüler/innen, 10 Stammlehrkräften, 1 Lehrkraft der Förderschule Schwerpunkt Lernen und Sprache sowie 1 Lehrkraft mit 5 Wo-Stunden Schwerpunkt geistige Entwicklung, 1 Sozialpädagogin mit 4 Wo-Stunden, 5 pädagogischen Mitarbeiterinnen, 1 Hausmeister, 1 Sekretärin mit 8 Wo-Stunden, 3 Reinigungskräften für Schule und Turnhalle. Zusätzlich sind im Rahmen des Nachmittagsangebotes fünf weitere Mitarbeiter tätig, die jeweils ein spezielles Angebot für die Kinder bereithalten. Ganztägig steht uns außerdem eine Bundesfreiwilligendienstlerin als zusätzliche Unterstützung zur Verfügung,


1.2 Räumliche Gegebenheiten

Das heutige Schulgebäude wurde im Jahre 1979 erstmalig bezogen. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen wurde ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen 3 Räumen im Jahre 1994 fertig gestellt. Zur Bereitstellung einer Schulmensa für den Ganztagsschulbereich erfolgte im Jahre 2014 ein weiterer Anbau. Zurzeit verfügt die Grundschule über 8 Unterrichtsräume, 1 Kleingruppenraum, 1 Werkraum, 1 Mensa mit Küchenzeile, 1 PC-Raum, 1 Bücherei, 1 Besprechungsraum und 1 Aula sowie über zusätzliche Schulverwaltungs- und Lehrmittelräume.
Im Jahre 1995/96 wurde die schuleigene Turnhalle auf dem eigenen Schulgelände erbaut und fertig gestellt. Seitdem bestehen sehr gute Möglichkeiten für einen qualifizierten Schulsportunterricht. Der Schwimmunterricht wird immer im Sommerhalbjahr im Hallenbad Wiesmoor erteilt.

1.3 Zeitliche Struktur im Vormittags- und Ganztagsbetrieb

Entsprechend den Vorgaben der „Verlässlichen Grundschule“ sind die Kinder mit Beginn des offenen Unterrichtsbeginns um 07.45 mindestens fünf Zeitstunden zeitlich verlässlich in unserer Einrichtung untergebracht. Für die Jahrgänge 1 und 2 wird ergänzend zum Unterricht eine einstündige Mittagsbetreuung pro Tag angeboten, in der erfahrene pädagogische Mitarbeiter den Kindern unterschiedliche Beschäftigungen anbieten. Neben jahreszeitlichen Themen werden die Bereiche Kreativität, Musik, Kochen und Backen sowie Sport und Bewegung besonders berücksichtigt.
Wir haben uns bewusst für einen offenen Unterrichtsbeginn entschieden, damit ein ruhiger Anfang ermöglicht wird. Viele Kinder nutzen die Zeit vor Unterrichtsbeginn zum Spielen und kommunizieren. Entsprechendes Material steht ihnen im Klassenzimmer zur Verfügung. Der Unterricht beginnt mit dem Eintreten der Lehrkraft, eine Klingel gibt es nicht. Zum Ende einer Pause wird die Schiffsglocke „geschwungen“.
Der Vormittag beginnt mit einer 20minütigen Förder-/Förderstunde. In dieser Phase sollen grundlegende Fertigkeiten in der Rechtschreibung im „freien Schreiben“ und im Rechnen geübt werden. Die ersten vier Unterrichtsstunden werden in doppelstündigen Blöcken unterrichtet. Zum Ende des 1. Blocks wird grundsätzlich bis zum Pausenbeginn gemeinsam in der Klasse gefrühstückt.
Am Montag in der sechsten Stunde werden Arbeitsgemeinschaften von Lehrkräften der Schule bzw. von Übungsleitern von Sportvereinen, mit denen ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde, angeboten.
Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben die Kinder die Möglichkeit sich für den Ganztagsbetrieb anzumelden. In der Mittagszeit werden an diesen Tagen zwei verschiedene warme Gerichte zur Auswahl angeboten. Nach der Hausaufgabenbetreuung nehmen die Kinder an einem gewählten Angebot teil. Der Ganztagsbetrieb endet um 15.15 Uhr
Eine detaillierte Übersicht zur Strukturierung des Vormittags und der Nachmittagsangebote ist dem Anhang zu entnehmen.


1.4 Vertretungskonzept

Vertreten werden müssen Stunden von Kolleginnen und Kollegen, die durch Erkrankung, Sonderurlaub, Fortbildungen, Klassenfahrten/Ausflüge und sonstige dienstliche Angelegenheiten ihren Unterricht nicht erteilen können.

Zur Vertretung dieser Stunden stehen drei pädagogische Mitarbeiterinnen mit einem Kontingent von durchschnittlich 8 Wochenstunden zur Verfügung, die bei einem kurzfristigen Unterrichtsausfall den Unterricht einer einzelnen Lehrkraft vertreten sollen.

Grundsätzlich wird bei der Vertretung nach folgendem Prinzip verfahren:
„Der bzw. die Klassenlehrer der jeweiligen Parallelklassen ist/sind verantwortlich für die Betreuung der pädagogischen Mitarbeiterinnen bei deren Umsetzung der Vertretungsstunden.“
Sie stellen Arbeitsmaterialien zur Verfügung, geben alle erforderlichen Hilfestellungen und sind jederzeit Ansprechpartner, damit ein Fortbestand des Unterrichts gewährleistet ist.
Lehrkräfte, deren Fehlen vorher bereits bekannt ist, stellen den pädagogischen Mitarbeitern frühzeitig entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

So weit es möglich ist, informiert die erkrankte Lehrkraft die pädagogische Mitarbeiterin über den Lernstand, weitere Planungen und spezielle Besonderheiten bezüglich der zu vertretenden Klasse.

Alle pädagogischen Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, bereits am gleichen Tag einer kurzfristigen Erkrankung die Vertretung übernehmen zu wollen.

Sollten dennoch kurzfristig Engpässe entstehen, so werden wahlweise folgende Möglichkeiten der Vertretung angewandt:

• Doppelt „gesteckte“ Lehrkräfte übernehmen die Vertretung.
• Die Schüler der betroffenen Klasse werden auf die anderen Klassen aufgeteilt. Dazu existiert in jeder Klasse ein Aufteilungsplan, der den Kindern bekannt ist und vom Klassenlehrer ausgehängt 
   wird.
• Zwei Klassen werden gemeinsam unterrichtet.

Nur wenn alle oben beschriebenen Vertretungsmaßnahmen in einem Ausnahmefall nicht ausreichen, werden Lehrkräfte mit Teilzeitverträgen angesprochen, um die entsprechenden Stunden vertreten zu können.

Reicht der „Pool“ von acht Vertretungsstunden pro Woche über das Jahr hinaus nicht ganz aus, so werden die Pädagogischen Mitarbeiter vor Ablauf des Schuljahres aus den Doppelbesetzungen herausgenommen um die Vertretung bis zum Schuljahresende zu gewährleisten. Bleibt zum Ende des Schuljahres ein Überhang an Stunden, so werden die pädagogischen Mitarbeiter als zusätzliche Doppelbesetzungen in den Jahrgängen 1 und 2 eingesetzt bzw. werden ihre Stunden in den Pool des nächsten Jahres mit übernommen.


1.5 Gestaltung von Schule und Schulhof

Unsere Grundschule verfügt über ein sehr großes und „grünes“ Schulhofgelände. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er unterschiedlichste Möglichkeiten der Beschäftigung bietet. In den vergangenen 10 Jahren wurden veraltete Spielgeräte durch neue ersetzt. Ein Fußballfeld mit festen Toren wird besonders von den Jungen sehr stark genutzt. Das Aggressionspotential hat sich durch die Schulhofgestaltung mit ihren zahlreichen Spielmöglichkeiten erheblich verringert und wirkt somit präventiv.
Vielfach wird das Schulgelände im Sommer auch als Unterrichtsort genutzt. Insbesondere in der Betreuungsstunde für die Erst- und Zweitklässler und in der Mittagsfreizeit werden zusätzlich die vielfältigen Möglichkeiten unseres Schulhofes genutzt.

Bereits im Jahre 1999 ist die Flurgestaltung verändert worden. Wo vorher lange Flure zum Rennen eingeladen haben und zu zahlreichen Zusammenstößen mit den daraus resultierenden Konflikten führten, sind heute kleine Sitzecken und Blumenbereiche geschaffen worden. Die Sitzecken auf den Fluren dienen als zusätzlicher Lernort für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten.
Im Juni/Juli 2005 wurde unter Mitwirkung der Schulkinder der Eingangsbereich verschönert. Die beiden Beete wurden neu gestaltet und die Eingangswand nach eigenen Motiven bemalt.
2007 haben Kinder, Eltern und Lehrkräfte in einer länger vorbereiteten Aktion den Schulhof mit vielen neuen Büschen, Bäumen und Blumenzwiebeln bepflanzt. Im Jahre 2012 wurde die Gebäudefassade zum Eingangsbereich hin bunt gestaltet.


1.6 Förderverein

Im November 1997 wurde der Förderverein der Grundschule Mittegroßefehn gegründet. Er besteht z. Z. aus 94 Mitgliedern.
Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Fördervereins wurde der Schulhof umgestaltet, wurden Spielplatzgeräte, eine fest installierte Musikanlage für die Turnhalle, Tische und Bänke für Schul- und Klassenfeste, Geschirr für Schulfeste und Einschulungsveranstaltungen, neue Spielgeräte für den Schulhof etc. angeschafft. Außerdem hat der Förderverein mit großer finanzieller Unterstützung die Einrichtung eines PC-Raumes mit 16 Arbeitsplätzen ermöglicht. Das nicht mehr zu stimmende Klavier konnte mit Hilfe der Gelder des Fördervereins durch ein neues ersetzt werden. Im Jahre 2008/2009 wurde die Schulbücherei mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins und durch viel Eigenleistung der Eltern und der Lehrkräfte professionell eingerichtet und ausgestattet. Im Jahre 2013 wurde eine Kletterpyramide von den Mitteln des Fördervereins angeschafft. Im Jahr 2014/15 sind 10 Kinderfahrräder für den Verkehrsunterricht erworben worden. Des Weiteren wurde ein Wasseraufbereitungsgerät zur Versorgung aller Schüler mit Mineralwasser finanziert und es wurden 50% der Anschaffungskosten für ein Smartboard mit Dokumentenkamera in Höhe von 5000 € vom Förderverein bereitgestellt.
Einnahmequellen des Fördervereins sind Spendengelder im Rahmen von Schulfeiern, Einzelspenden und Mitgliedsbeiträge.
Dank des Engagements einzelner Eltern hat der Förderverein durch zusätzliche Aktivitäten ihre Einnahmen merklich steigern können. Insbesondere sind hier die Erwachsenen- und Kinderkleiderbörsen zu nennen, die halbjährlich von engagierten Eltern zugunsten der Schule organisiert werden.


2. Übergeordnete Schwerpunkte der schulischen Arbeit

2.1 Förderung der Lesefähigkeit

Das Lesen bildet einen besonderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Grundschule Mittegroßefehn und ist deshalb auch im Leitbild des Schulprogramms mit aufgenommen worden.

Besondere Maßnahmen zur Förderung des Lesens

• In allen Klassen von 1-4 wird einmal wöchentlich im Rahmen des Deutschunterrichtes eine fest eingerichtete verbindliche Lesestunde durchgeführt. Mit Hilfe von Lesepaten aus der   Klassenelternschaft wird die jeweilige Klasse in mehrere Kleingruppen eingeteilt. Eine Schulstunde lang werden von der Schule bereitgestellte Ganzschriften von den Kindern gelesen. Die Schule hat hierfür aus dem Etat und mit Mitteln des Fördervereins zahlreiche neue Ganzschriften angeschafft. Die Lesepaten stellen sich in der Regel für jeweils ein halbes Jahr zur Verfügung. Eltern, Großeltern, Freunde oder Verwandte, die Freude an der Förderung des Lesens haben, werden für diese Tätigkeit gewonnen.

• Einmal jährlich wird ein „Lesetag“ (Projekttag) organisiert. In der ganzen Schule werden Leseaktivitäten angeboten. Alle Institutionen, Eltern, Autoren, etc., die sich an diesem Tag für das Lesen engagieren, sollen an diesem Tag mit eingebunden sein. Der jährliche Termin wird in der Regel in den Monaten Mai – Juni durchgeführt, damit bei entsprechender Witterung die besonderen Möglichkeiten des Außengeländes mit einbezogen werden können.

• Die bereits seit Jahren vorhandene Bücherei ist mit Hilfe von Eltern mit sehr viel Engagement auf den neuesten Stand gebracht worden. Der Buchbestand ist aktualisiert worden und die Raumgestaltung lädt mit seiner jetzigen Ausstattung zum Lesen ein. Die Bücher werden fortlaufend auf dem neuesten Stand gehalten. Mehrere Eltern stellen sich am Dienstagvormittag für die Ausleihe zur Verfügung. Sie sorgen dafür, dass die Bücher wieder richtig einsortiert werden und dass die geschaffene Struktur erhalten bleibt. Alle Klassenlehrer sorgen an diesem Tag dafür, dass ihre Kinder die Möglichkeit zur Ausleihe erhalten.

• Implementierung des Leseförderprojektes „ANTOLIN“. Die Schulleitung hat eine Schullizenz für ANTOLIN erworben. Die Klassenlehrer führen die Kinder im schuleigenen PC-Raum in die Arbeit mit ANTOLIN ein und vergeben die
individuellen Zugangsdaten, damit die Kinder auch zu Hause ANTOLIN nutzen können. Die in der wöchentlichen Lesestunde gelesenen Ganzschriften werden gemeinsam mit den Kindern auf der ANTOLIN-Plattform bearbeitet.

• Die Teilnahme an Lesewettbewerben wird gefördert. Die dritten Klassen nehmen am jährlich statt findenden Vorlesewettbewerb der Grundschulen Großefehns teil. Dieser Wettbewerb wird organisiert vom Rotary-Club. Alle zwei Jahre wird ein plattdeutscher Lesewettbewerb an unserer Schule durchgeführt. Die Sieger nehmen am Kreisentscheid teil.
Schulleitung und Klassenlehrer achten auf weitere Wettbewerbe.

• Die vierten Klassen nehmen an der jährlich stattfindenden Buch-Gutschein-Aktion zum Welttag des Buches „Ich schenk dir eine Geschichte“ teil. Diese Aktion wird in Kooperation mit der Schmöker-Ecke durchgeführt.

• Die Leseförderung soll in jedem Unterricht umgesetzt werden. Alle methodischen Möglichkeiten sollen dabei genutzt werden. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf das sinnentnehmende Lesen gelegt werden. Aufgabenstellungen, die ein genaues Lesen erfordern, werden angestrebt. Texte mit Selbstkontrollmöglichkeiten sind besonders zu nutzen. Speziell im Deutschunterricht soll gemeinsames Lesen von Kindern mit gegenseitiger Kontrolle gefördert werden. Das Partnerlesen hat sich hierbei besonders bewährt. Offene Unterrichtsmethoden wie Wochenplan, Stationsarbeit, etc. bieten gute Übungsmöglichkeiten für das selbstständige Erlesen von Aufgabenstellungen und sollten dementsprechend genutzt werden.

• Allen Kindern soll die Notwendigkeit des Lesens zur Informationsweitergabe bzw. zum Informationserwerb im Umgang mit den unterschiedlichsten Texten und Textformen deutlich werden. Erfolge im Lesen sollen zur Motivationssteigerung besonders herausgestellt werden.


2.2 Gesundheit und Bewegung

Gesundheit
Die Bedeutung von gesunder Ernährung wird zunehmend in unserer Grundschule thematisiert. Sowohl die Eltern als auch die Kinder werden in unterschiedlicher Form dafür sensibilisiert.
Auf dem ersten Elternabend informieren die Klassenlehrer die Eltern über bestehende Absprachen in der Schule. Sie werben nachdrücklich für die tägliche Zubereitung eines gesunden Schulfrühstückes. Außerdem werden die Eltern über das Schulobstprogramm informiert (siehe unten).
Die Schulkinder werden im Alltag für besonders gesunde Frühstückszusammenstellungen gelobt. Außerdem wird diese Thematik im Sachunterricht mehrfach aufgegriffen.

Angebote/Projekte zur gesunden Ernährung

• Jahrelang wurden an unserer Schule Milchgetränke und Säfte angeboten, die wöchentlich bestellt werden konnten. Die Nachfrage der Kinder verlagerte sich zunehmend auf die Getränke mit sehr hohem Zuckeranteil. Deshalb wurde die Getränkebestellung abgesetzt und durch ein neues Angebot ersetzt: Ein Wasserspender (wahlweise mit/ohne Kohlensäure sowie normale oder kalte Temperatur) wurde angeschafft und zentral im Flurbereich aufgestellt. Alle „neuen“ Schüler erhalten einmalig eine entsprechende Trinkflasche zum Auffüllen.
• Des Weiteren hat die Schule in Kooperation mit dem Schulträger und dem OOWV einen Trinkbrunnen aufstellen lassen.
• Die Behandlung des Themas Frühstück gehört immer wieder zum festen Bestandteil unseres Unterrichtes und mehrere Projekte zu diesem Themenbereich finden im Rahmen von Projektwochen oder Projekttagen statt. Täglich wird in den Klassen in der Zeit von 9.45 Uhr bis 9.55 Uhr gemeinsam gefrühstückt.
• Zu den Sportereignissen sorgt der Förderverein für ein reichhaltiges gesundes Frühstück.
• Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 nehmen wir am Niedersächsischen Schulobstprogramm teil: Alle Klassen erhalten an 4 Tagen kostenlos Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Dieses Projekt wird im laufenden Schuljahr (2015/16) fortgesetzt.

Bewegung
Der Bereich „Sport und Bewegung“ wird an unserer Schule besonders gefördert. Das Leitmotiv besteht darin, die Kinder für den Sport zu begeistern und sie damit für ein außerschulisches Sporttreiben zu animieren. Das bedeutet, den Kindern Spaß am Sport zu vermitteln und gleichzeitig vielseitige Erfahrungen mit Sportdisziplinen zu ermöglichen. Durch die Teilnahme an Sportwettkämpfen inner- und außerhalb unserer Schule, die Einrichtung von Kooperationsverbünden mit benachbarten Sportvereinen, Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen bieten sich viele Möglichkeiten der Umsetzung. Folgende Angebote und Maßnahmen werden an unserer Schule realisiert:

Das Angebot der schulischen Arbeitsgemeinschaften im Vormittagsbereich soll mindestens ein sportliches beinhalten. Kooperationsmaßnahmen mit umliegenden Sportvereinen sollen dieses Angebot erweitern. Die täglichen Nachmittagsangebote sollen ebenfalls ein sportliches Angebot beinhalten.

Unsere Schule nimmt jährlich an nahezu allen Grundschulwettkämpfen der Region teil:
• Reiterwettkampf (Herbst)
• Völkerballturnier der Grundschulen (im Frühjahr)
• Wettkampf der Grundschulen im Bereich Fußball (Mädchen im Mai, Jungen im Juni)
• Ableistung des Deutschen Sportabzeichens im Bereich Leichtathletik (Mai – Juni)
• Bundesjugendspiele (Juni)
• Schulwettkampfturnier aller Schüler der Grundschule (Februar)

Zusätzlich werden weitere sportliche Angebote neben dem üblichen Sportunterricht in den Arbeitsgemeinschaften und im Nachmittagsbereich angeboten. In den Pausen versuchen wir mit dem Angebot der Pausenausleihe die Schüler zusätzlich zu mehr Bewegung zu motivieren.
Zu langes Sitzen beeinträchtigt die Gesundheit der jungen Menschen. Bewegungsphasen sollen, wo sie möglich sind, in den Unterricht eingebaut werden. Eine entsprechende Broschüre mit verschiedenen Übungen ist an jeden Klassenlehrer ausgegeben worden.
Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien findet ein Sportfest statt. Die Kinder aller Klassen beteiligen sich an den Bundesjugendspielen im Bereich Leichtathletik. Gleichzeitig versuchen alle Kinder dieser Jahrgänge die Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen zu erfüllen.
Gleichzeitig findet an diesem Tag in Kooperation mit dem SUS Timmel eine Talentsichtung im Bereich Mädchenfußball statt. Für die Damenfußballmannschaft werden Nachwuchskräfte frühzeitig gesucht. Entsprechende Stationen werden von Übungsleitern des Vereins aufgebaut, die dann von den Mädchen der Grundschule durchlaufen werden.

Im Jahre 2003 ist es der Schulleitung nach langem Bemühen gelungen, eine feste Schwimmzeit im Hallenbad Wiesmoor zu bekommen. Seitdem erhält jeweils der Jahrgang 3 einen wöchentlich zweistündigen Schwimmunterricht. Ausdrückliches Ziel ist es, möglichst alle Schüler zum Erwerb des Seepferdchens zu befähigen. Durch differenzierte Angebote werden natürlich auch die entsprechenden Abzeichen „Bronze“, „Silber“ und „Gold“ trainiert und abgenommen. Auch die Anforderungen im Bereich „Schwimmen“ für das Sportabzeichen können im Rahmen dieser Schwimmzeit erbracht werden.

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 werden über Kooperationsmaßnahmen „Schule und Sportverein“ Arbeitsgemeinschaften angeboten, die von Übungsleitern des jeweiligen Vereins durchgeführt werden. Folgende Arbeitsgemeinschaften wurden bzw. werden seitdem durchgeführt: „Boßeln“, „Judo“, „Aerobic für Kids“, „Psychomotorik“, „Zumba“ und „Gerätturnen“ in Kooperation mit den Vereinen FT Spetzerfehn, SV Großefehn, Boßelsportverein Leegmoor, SUS Timmel und TG Wiesmoor. Eine weitere Kooperationsmaßnahme im Tischtennis ist in Planung
Der Bereich Bewegung und Gesundheit ist bereits 2009 als Schwerpunkt in das Leitbild der Schule mit aufgenommen worden. Das Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ haben wir erstmalig im Jahre 2010 erhalten. 2013 wurden wir bereits zum 2. Mal als „Sportfreundliche Schule“ ausgezeichnet.


2.3 Förderung der Mitverantwortung und der sozialen Kompetenz

Ein wesentliches Ziel für alle an unserer Schule Beteiligten besteht darin, die Kinder in ihrer sozialen Kompetenz durch gezielte Maßnahmen zu fördern.
Dabei geht es einerseits um die Förderung der kommunikativen Fähigkeiten, um Strategien der Konfliktbewältigung, um Toleranz, um Gewaltprävention. Andererseits gilt es, die Kinder in die Belange der Schule mit hinein zu nehmen, sie teilhaben zu lassen, ihnen Verantwortung zu übertragen, sie als wichtiges Element unserer Grundschule für sich selbst spürbar werden zu lassen. Vor dem Hintergrund dieser beiden Zielrichtungen werden folgende Maßnahmen innerhalb des alltäglichen Schulbetriebes umgesetzt:

Förderung der kommunikativen Fähigkeiten und der Konfliktbewältigung

1. Nachdem wir viele Jahre mit dem Gewaltpräventionskonzept „Faustlos“ gearbeitet hatten, waren wir mit dem Konzept nicht mehr zufrieden. Die Schülerstreitschlichtung wurde Anfang 2014 stattdessen eingeführt. Dazu erfolgt eine halbjährliche Vorbereitung, in der die Streitschlichter und Konfliktlotsen von zwei professionellen Kräften der Schule ausgebildet werden. Am Ende erhalten die Kinder (aus den Jahrgängen 3 und 4) ein entsprechendes Zertifikat und sind anschließend in den beiden großen Pausen auf dem Schulhof bzw. im Streitschlichterraum tätig. Dafür wird ein entsprechender Dienstplan erstellt. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Reflexionsstunde, in der die Streitschlichter aus ihrem Alltag berichten und sich gegenseitig beraten können.

2. In einer zeitlich festgelegten Verhaltenstrainingsstunde pro Woche müssen sich auffällig gewordene Kinder mit ihren Verhaltensweisen auseinandersetzen. Schüler/innen, die stark aggressiv aufgetreten sind bzw. sich massiv den bestehenden Regeln widersetzt haben, müssen diese Stunde aufsuchen. Mit einer/einem Sozialpädagogin/Sonderpädagogen wird eigenes Verhalten reflektiert, werden mögliche alternative Verhaltensweisen aufgezeigt. Gleichzeitig ist die Sozialtrainingsstunde als Sanktion zu sehen, die auf Anordnung einer Lehrkraft aufgesucht werden muss. Hier wird nicht nur allgemein über aggressives Verhalten gesprochen, vielmehr bilden die Handlungen der Kinder selber die Grundlage der Gespräche.

3. Die im Alltagsgeschehen erlebten Konflikte zwischen den Schulkameraden sollen insbesondere vom Klassenlehrer ernst genommen und hinreichend besprochen werden. Vom Einzelfall ausgehend sollen den Kindern Grundsätze und die Auswirkungen von Verhaltensweisen verdeutlicht werden.


Mitverantwortung

1. Im Jahre 2004 wurde gemeinsam mit den Schüler/innen ein Entwurf einer neuen Schulordnung mit einer Präambel (siehe Anhang) entwickelt, die als Grundlage jeglichen Verhaltens in unserer Schule allen Schülern bereits ab Klasse 1 vorgelegt und mit ihnen ausführlich besprochen wird. Die Präambel dient als Abkommen und wird zu Beginn der Klasse 3 nochmals in der Gruppe eingehend behandelt, jedem Kind vorgelegt und von ihm und dem/der entsprechenden Klassenlehrer/in unterschrieben. Im Schuljahr 2008/2009 wurde diese Schulordnung nochmals überarbeitet.

Zusätzlich werden in allen Klassen „Klassenregeln“ gemeinsam entwickelt, schriftlich fixiert und als Plakat aufgehängt.

2. Bereits von Beginn an werden den Schulkindern verantwortliche Tätigkeiten übertragen. Sie sollen sich mit ihrer Schule identifizieren und von ihnen zu leistende Bereiche mitgestalten. Neben der Übernahme von Klassenaufgaben, beginnend bereits im 1. Jahrgang, werden in allen Jahrgängen übergeordnete Bereiche weitgehend selbstständig geregelt. Diese sind:

• Hofdienst
Die Kinder des Jahrgangs 2 befreien in einem bestimmten Wechselrhythmus den Schulhof von Unrat und Müll. Entsprechende Greifzangen und Kinder-Arbeitshandschuhe wurden dafür angeschafft.
• Pausenausleihe
Kinder des 3. Jahrgangs sind dafür zuständig, die Ausgabe und den Eingang der Pausenspielgeräte in den täglichen Pausen zu gewährleisten und dabei auf die Einhaltung der Regeln zu achten.
• Flurdienst
Jeweils 2 Kinder des 4. Jahrgangs (im täglichen Wechsel) sorgen dafür, dass Kinder, die sich in den Pausen im Schulgebäude aufhalten, nach draußen begeben.
• Streitschlichtung
Jeweils 2 Kinder sind in den beiden großen Pausen auf dem Schulhof als Konfliktlotsen tätig.

Diese Dienste erfordern zunehmend ein hohes Maß an Verantwortung und sozialer Kompetenz.


3. Schulaktionen (Bepflanzung, Verschönerung, Schulhofgestaltung,...) werden, wenn möglich, immer mit Kindern, Eltern und Lehrern gemeinsam durchgeführt. Dadurch soll ein möglichst hoher Identifikationsgrad mit der Grundschule erreicht werden.

4. Die Kinder werden bei besonderen Anlässen (wenn möglich) in die inhaltliche Gestaltung einbezogen.

a. In ca. 1-2-monatigen Abständen werden Schulforen durchgeführt, die von den Beiträgen der Kinder geprägt sind.

b. Das jeweilige Thema der Projektwoche wird jährlich abwechselnd von den Schulkindern und von den Lehrkräften ausgewählt.

c. Bei besonderen, vor allem die Schüler betreffenden Aktionen, wird die SV mit einbezogen

5. Jeder Jahrgang wählt zwei Klassensprecher. Diese besprechen in regelmäßigen Abständen wichtige Angelegenheiten, die die Klassengemeinschaft betreffen.
Die Wahl der Klassensprecher dient der Einübung demokratischer Handlungs- und Entscheidungsprozesse.
Dreimal im Jahr besprechen sich Schülervertreter aller Klassen und der Schulleiter. Problembereiche, Ideen, und Fragen werden vorher in den Klassen besprochen und dann dem Schulleiter vorgelegt. Ein möglichst direkter Austausch zwischen Schülern und Schulleitung soll dadurch erreicht werden. Ideen und Wünsche der Kinder werden ggf. in die Gremien weitergegeben. Die Einrichtung von „Kletterbäumen“, die Anschaffung zweier zusätzlicher Schaukeln, von fest installierten Tornetzen und auch die geplante Umsetzung eines Sponsorenlaufes ist von den Kindern in SV-Sitzungen angesprochen und initiiert worden. Genauso wird immer wieder über auftretende Problembereiche wie z.B. die Sauberhaltung der Toiletten gesprochen und nach Lösungen gesucht.


2.4 Inklusion

Bereits 1996 wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Förderschule Großefehn und den im Einzugsbereich liegenden Grundschulen vereinbart, die Primarstufe der Förderschule abzuschaffen. Die sonderpädagogische Grundversorgung wurde eingeführt. Lernschwierige Schüler werden seitdem gemeinsam mit ihren Freunden aus der Nachbarschaft in unserer Grundschule unterrichtet.
Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde zusätzlich das „Modellvorhaben zur präventiven und begleitenden Förderung von Grundschülern/innen im emotionalen und sozialen Bereich in Ostfriesland“ (MESEO) an unserer Schule umgesetzt. Dieses Modellvorhaben endete 2008 und ist seitdem ein fester Bestandteil unserer Grundschularbeit. Kinder mit Defiziten im emotionalen und sozialen Bereich werden durch präventive und begleitende Förderung in die Grundschule integriert.
Seit dem Schuljahr 2013/14 wird vom 1.Schuljahr an aufwärts die Inklusion umgesetzt: Alle Kinder unseres Einzugsbereiches können in unserer Schule angemeldet werden, auch Kinder mit Förderbedarfen im Bereich Motorik, geistige Entwicklung, Sprache, Hören, etc. Sie sind ausnahmslos gleichberechtigte Mitglieder einer Lerngruppe und werden ausgehend von ihren individuellen Lernständen entsprechend gefördert.
Mit einem festgelegten Verteilungsschlüssel arbeiten in der Regel 2 Förderschulpädagogen in unserer Grundschule und unterstützen die Lehrkräfte in den Bereichen Beobachtung, Diagnostik, individuelle Lernplanung, etc. Außerdem sind sie mitverantwortlich für die Erstellung von Gutachten zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungs-bedarfes.
Die Förderung von Kindern mit festgestelltem Unterstützungsbedarf erfolgt in enger Absprache mit dem jeweiligen Klassenlehrer entweder integrativ oder in Kleingruppen. Dafür wurde ein besonderer Förderraum geschaffen und es wurde eine Vielfalt an Förderschulmaterial angeschafft. Jeder Grundschule stehen pro Klasse 2 Förderschulstunden wöchentlich zu, so dass wir z. Z. über 16 Wochenstunden verfügen. Darüber hinaus erhält unsere Schule insgesamt 10 Stunden für drei Kinder mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen Geistige Entwicklung, Motorische Entwicklung und Hören.

Vom Grundsatz her soll die Unterstützung durch die Sonderpädagogen schwerpunktmäßig in den Schuljahren 1 und 2 erfolgen. Diagnostik und Prävention stehen dabei im Vordergrund. Jeweils zum Schulhalbjahresbeginn wird das Stundenkontingent der Sonderpädagogen entsprechend den Bedarfen auf die Klassen neu verteilt. Vierteljährlich und bei akuten Veränderungen wird diese Verteilung auf einer Dienstbesprechung überprüft und ggf. aktualisiert.

Unsere Schule erhält zusätzlich drei Stunden durch eine(n) Sozialpädagogen/in, der/die insbesondere für die Vernetzung von Schule und Familie zuständig ist. Da das Leinerstift in Ostgroßefehn und das Kinderschutzhaus in Timmel in unserem Einzugsbereich liegen, besteht insbesondere mit diesen Einrichtungen eine enge Kooperation.

Im Rahmen der Grundversorgung und der jetzigen Inklusion ist eine sehr enge und qualitativ gute Kooperation mit der Förderschule und den beteiligten außerschulischen Beratungseinrichtungen entstanden.
In entsprechenden Einzelfällen besteht ein sehr guter Kontakt zu den Mobilen Diensten anderer Förderschulen, deren Beratungstätigkeit bei Bedarf angefordert wird.

3. Unterricht

3.1 Pädagogische Grundsätze

Jede Lehrkraft soll ausdrücklich seinem individuellen Persönlichkeitsprofil entsprechend seinen eigenen Unterricht unter Berücksichtigung der ministeriellen Vorgaben gestalten können. Dennoch gibt es grundlegende Übereinstimmung über einige Grundsätze, die an dieser Schule gelten sollen:

• Alle Lehrkräfte versuchen sich ihren Schülern gegenüber klar zu verhalten. Insbesondere Regeln sollen gemeinsam besprochen, eingehalten und auch sanktioniert werden. „Schwammige“ Verhaltensregeln sind zu vermeiden. Eine Klassenordnung soll ab Klasse 1 erstellt und ausgehängt werden.
Alle Lehrkräfte versuchen mit festen Ritualen den Kindern zu helfen sich an feste Abläufe zu gewöhnen.

• Alle Kinder sollen lernen, sich entsprechend unterschiedlicher Unterrichtsformen zu verhalten. In Stillarbeitsphasen muss eine Arbeitsruhe eingehalten werden, in der Projektarbeit darf kommuniziert und erprobt werden. Um den Kindern vielfältige Handlungsmöglichkeiten vermitteln zu können, sollen ausdrücklich möglichst vielfältige Unterrichtsformen und Methoden zum Einsatz kommen. Ein entsprechendes Methodenkonzept liegt vor.

• Damit alle Kinder sich entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten entwickeln können, muss und soll im Unterricht differenziert werden. Insbesondere durch die Einführung der Inklusion ist dies unabdingbar. Allen Lehrkräften wird immer wieder deutlich, wie schwierig eine zufrieden stellende Binnendifferenzierung im Unterrichtsalltag tatsächlich umzusetzen ist. Deshalb soll in der näheren Zukunft der Themenbereich „Inklusiver Unterricht“ und damit die Optimierung der Unterrichtsqualität in Dienstbesprechungen und schulinternen Fortbildungen einen wesentlichen Schwerpunkt bilden.

• Die Schüler an dieser Schule sollen möglichst früh selbstständig arbeiten können und lernen sich gegenseitig zu helfen. Das erhöht einerseits ihre Eigenständigkeit, verhilft andererseits der Lehrkraft dazu, sich stärker individuell einzelnen Kindern widmen zu können und sie entsprechend zu fördern.

• Der Klassenraum ist schülergerecht zu gestalten. Er muss für die Kinder überschaubar sein und Raum für kooperatives und individuelles Lernen bieten. Rituale und Abläufe sind für die Kinder möglichst transparent zu halten. Besondere Schülerleistungen und Informationstafeln zu den Fächern sollen ausgestellt werden können


3.2 Förderkonzept

Gliederung


1. Grundsätzliches (Förderbereiche, U-Organisation, Elternarbeit, Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen)

2. Förderung im Lernen

2.1 Dokumentation der Lernentwicklung (Beobachtungsbögen, Einzelförderpläne)
2.2 Fördermaßnahmen
2.3 Inklusion
2.4 Zusammenarbeit mit speziellen Einrichtungen

3. Förderung der deutschen Sprache

3.1 Sprachförderung
3.2 Deutsch für Migrantenkinder

4. Leseförderung

5. Förderung von Sport und Bewegung

6. Förderung der Mitverantwortung und der sozialen Kompetenz

6.1 Förderung der kommunikativen Fähigkeiten und der Konfliktbewältigung
6.2 Mitverantwortung
6.3 MESEO

7. Ausblick – Begabtenförderung


1.Grundsätzliches zur Förderung der Schülerinnen und Schüler an der
Grundschule Mittegroßefehn

Förderung beschränkt sich nicht allein auf den Unterricht und die Vermittlung von Inhalten. Bereiche wie Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft u.a. haben für die Entwicklung zu einem mündigen und selbstbewussten Menschen eine ebenso wichtige Bedeutung.

Für den Bereich „Lernen“ war viele Jahrzehnte lang die Lerngruppe als Ganzes der Ausgangspunkt für alle Unterrichtsplanungen. Heute rückt immer mehr das Individuum bzw. die individuelle Lernentwicklung des einzelnen Kindes in den Focus der Lehrerinnen und Lehrer. Unterrichtsplanung und Unterrichtsmethoden müssen sich dieser Entwicklung anpassen. Der Unterricht soll zunehmend so organisiert werden, dass mehr Zeit für individuelle Förderung entsteht, dass Kinder sich zunehmend eigenverantwortlich und selbstgesteuert mit den Unterrichtsinhalten auseinandersetzen können. Kinder sollen in ihrer sozialen Kompetenz so weit gefördert werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen können und auch wollen. Hierdurch werden Freiräume geschaffen um sich gezielter den leistungsschwächeren/leistungsstärkeren Schülern widmen zu können.

Wir Lehrer der Grundschule Mittegroßefehn versuchen, uns diesem Anspruch schrittweise, aber zielgerichtet zu nähern. Wochenplanarbeit, Werkstattarbeit und andere kooperative Methoden sollen verstärkt in den Unterricht eingebaut werden.

2. Förderung im Lernen

2.1 Dokumentation der Lernentwicklung

Zur kontinuierlichen Beobachtung und zur Dokumentation der Lernfortschritte der Grundschüler wurden Beobachtungsbögen und Einzelförderpläne (siehe Anhang) entwickelt.

Beobachtungsbögen

1. Schuleingangsdiagnostik
Im letzten Kindergartenjahr erfolgt in Absprache mit den Kindergärten dreimal eine spielerische Überprüfung des individuellen Entwicklungsstandes anhand eines gemeinsam entwickelten Kriterienkatalogs. Im Herbst wird die Überprüfung im Kindergarten nur durch die Erzieher vorgenommen, im Februar im Kindergarten in Begleitung der zukünftigen Klassenlehrer und im späten Frühjahr in der Schule unter Begleitung je eines Erziehers. Die individuellen Entwicklungsstände in den verschiedenen Bereichen werden protokolliert und ausgewertet. Sie bilden die erste Grundlage für die Schuleingangsdiagnostik.

2. Zum Ende des Kindergartenjahres wird die Entwicklung der Kinder in einem gemeinsamen Gespräch mit den Erziehern eingehend besprochen.

3. In den ersten 6 Wochen nach der Einschulung wird die Schuleingangslage aller Kinder mit Hilfe eines speziell entwickelten Beobachtungsbogens nochmals festgehalten. Unterstützt werden sie hierbei von den Förderschullehrern und den pädagogischen Mitarbeitern.

4. Während der vier Grundschuljahre wird die individuelle Lernentwicklung fortlaufend (vierteljährlich) auf einem entsprechenden Beobachtungsbogen festgehalten. Sie ist Grundlage für Elterngespräche und ggf. für zusätzliche Maßnahmen zur Förderung der individuellen Lernentwicklung.

5. Halbjährlich werden auf weiteren Begleitbögen das Arbeits- und das Sozialverhalten dokumentiert. Sie dienen als Grundlage für die entsprechenden Einträge in den Zeugnissen.

Einzelförderpläne

Mit Hilfe der oben beschriebenen Beobachtungsbögen werden bei einzelnen Kindern spezielle Förderbereiche sichtbar, die besondere Fördermaßnahmen erfordern.
In enger Absprache zwischen Elternhaus, Klassenlehrer und ggf. Förderschullehrer werden Absprachen zur gezielten Förderung oder auch Forderung getroffen und schriftlich festgehalten. In regelmäßigen Abständen werden diese Einzelförderpläne überprüft und neue Maßnahmen und Zielvorgaben festgelegt.


2.2 Fördermaßnahmen

Doppelbesetzungen

Durch Doppelbesetzungen in allen Jahrgängen, aber besonders in Jahrgang 1 und 2, sollen auftretende Schwierigkeiten im Lernen, im sozial-emotionalen Bereich, aber auch in anderen Bereichen beobachtet, diagnostiziert und von Beginn an gefördert und wenn möglich behoben werden. Kinder mit dauerhaftem Förderbedarf werden entsprechend den Einzelförderplänen bis einschließlich Klasse 4 unterstützt.

Teilleistungsschwäche

Entsprechend dem Erlass vom 04.10. 2005 zur Förderung von Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen wird an unserer Schule folgendermaßen verfahren:
Werden anhand der Fortschreibung der Bögen zur individuellen Lernentwicklung und einer längerfristigen Beobachtung deutliche Defizite in einem Teilbereich sichtbar, überprüfen der Klassenlehrer und ein Sonderpädagoge, ob es sich dabei um eine Teilleistungsschwäche handelt. Vorhandene außerschulische Gutachten bzw. Berichte werden bei dieser Entscheidung mit einbezogen. Liegt eine Teilleistungsschwäche vor, wird die Klassenkonferenz informiert und es werden Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs beschlossen. Dies kann u.a. sein:
• Ausweitung der Arbeitszeit
• Reduzierung der Aufgaben
• Didaktisch/technische Hilfsmittel
• Veränderte Aufgabenstellungen
• Einsatz elektronischer Medien
• ...
Abweichungen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung werden im Zeugnis vermerkt. Der Klassenlehrer achtet kontinuierlich auf hinreichende Information der Erziehungsberechtigten. Die Förderpädagogen unterstützen die Klassenlehrer von Kindern mit Teilleistungsschwächen.

2.3 Inklusion

Bereits seit 1996 wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Förderschule und den im Einzugsbereich liegenden Grundschulen vereinbart, die Primarstufe der Förderschule abzuschaffen.
Mit einem festgelegten Verteilungsschlüssel arbeiten Förderschulpädagogen in den Grundschulen. Jeder Grundschule stehen pro Klasse 2 Förderschulstunden wöchentlich zu, so dass wir z. Z. über 16 Wochenstunden verfügen, die von 2 Lehrkräften der Förderschule erteilt werden.

Einerseits arbeiten sie präventiv und diagnostisch vor allem in den Klassen 1 und 2, andererseits fördern sie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht die lernzieldifferent zu unterrichtenden Kinder. Zusätzlich unterstützen sie die Lehrkräfte bei der Förderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf im Bereich Soziale und emotionale Entwicklung. Die Förderung erfolgt in enger Absprache mit dem jeweiligen Klassenlehrer entweder integrativ oder in Kleingruppen. Dafür wurde ein besonderer Förderraum geschaffen und es wurde eine Vielfalt an Förderschulmaterial angeschafft. Jeweils zum Schulhalbjahresbeginn wird das Stundenkontingent entsprechend dem Bedarf auf die Klassen neu verteilt. Nach Bedarf wird diese Verteilung auf Dienstbesprechungen überprüft und ggf. aktualisiert.

Folgende Grundsätze gelten für die Arbeit in unserer inklusiven Schule:

• Die 16 Stunden der beiden Sonderpädagogen müssen vorrangig den Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Bereichen L und E+S zur Verfügung stehen. Die dem Einzelfall zugewiesenen Stunden (z.B. 5 Std. für 1 Kind mit Förderbedarf Geistige Entwicklung) erhält das jeweilige Kind.
• Die restlichen Stunden dienen der Prävention, die vorrangig in den Klassen 1 und 2 erfolgen soll.
• Für lernschwache und sonstige in ihrer Entwicklung auffällige Kinder werden ein- bis zweimalmal im Halbjahr Einzelförderpläne erarbeitet. Besondere Maßnahmen zur Förderung werden abgesprochen. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, wird über eine lernzieldifferente Beschulung beraten. Dabei werden von den Förderlehrern Diagnoseverfahren eingesetzt bzw. werden vorhandene Gutachten mit berücksichtigt.
• Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sollen möglichst integrativ in der Klasse gefördert werden. Sie sollen gemäß ihren Fähigkeiten an den Klassenunterrichtsthemen vor allem des Deutsch- und Sachunterrichtes teilnehmen. Lernzieldifferenter Unterricht soll schwerpunktmäßig auf diese Themen und Inhalte abgestimmt sein.
• Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung, Differenzierungsmöglichkeiten und geeignete Materialien können in Teamsitzungen gemeinsam von den beteiligten Lehrkräften besprochen und abgestimmt werden.


2.4 Zusammenarbeit mit außerschulischen Fördereinrichtungen

In Einzelfällen werden die von der Schule eingesetzten Fördermaßnahmen durch außerschulische Förder- und Therapieangebote verschiedenster Art ergänzt. Diese Kooperation erfolgt jeweils in enger Absprache mit den Erziehungsberechtigten. Die Bestimmungen des Datenschutzes und der Schweigepflicht werden dabei eingehalten.
Mit folgenden Einrichtungen arbeiten wir zusammen:
• Ergotherapeutische Praxis in Großefehn
• Örtliche logopädische Praxen
• Örtliche Kinderärzte
• Lesenest in Großefehn
• Kinderpsychologe in Großefehn
• Familienhilfe in Großefehn
• Schulpsychologe der Landesschulbehörde in Aurich
• LOS Aurich
• Kinderpsychologin in Aurich
• Beratungsstelle der AWO in Großefehn
• Kinderpsychiatrie in Aschendorf
• Sozialpädriatische Abteilung der Kinderklinik in Oldenburg
• Landesbildungszentrum für Hör- und Sprachgeschädigte in Oldenburg


3. Sprachförderung

3.1 Vorschulische Sprachförderung (vgl. Konzept Sprachförderung vor der Einschulung)

1. Sprachfeststellung

Entsprechend den Vorgaben des Ministeriums findet im Mai (1,5 Jahre vor der Einschulung) die Sprachfeststellung statt. Diese erfolgt gleichzeitig mit der Anmeldung an unserer Schule. Zwei Lehrkräfte ermitteln den Sprachstand aller Kinder. Sprachauffällige Kinder werden ein zweites Mal eingeladen um einen Sprachförderbedarf eindeutig festzustellen. Zu zweit wird darüber entschieden, welches Kind an der Sprachförderung im letzten Kindergartenjahr teilnehmen muss. Die Entscheidung erfolgt in enger Beteiligung der Eltern und der Erzieher. Die Eltern erhalten von der Schulleitung eine schriftliche Benachrichtigung.


2. Durchführung der Sprachförderung

• Rahmenbedingungen

Die Durchführung der Sprachförderstunden erfolgt grundsätzlich in den Kindergärten, also in einer für die Kinder vertrauten Umgebung. Diese Einrichtungen stellen geeignete Räume zur Verfügung. Um ein höchstmögliches Maß an Förderstunden zu gewährleisten, werden die Kinder in einer Lerngruppe zusammengefasst. Sollte in einer Kindertagesstätte nur ein Kind zu fördern sein, werden in Absprache mit den Erziehern weitere Kinder mit geringfügigem Förderbedarf im sprachlichen bzw. im basalen Bereich mit hinzugezogen. Damit soll eine mehrgleisige, wechselseitige Kommunikation in einer Sprachfördergruppe gewährleistet werden. Zusätzlich wird damit insbesondere in den Spielsituationen die Motivation gesteigert.
Kinder, die in einer Tagesstätte außerhalb unseres Schuleinzugsbereiches untergebracht sind, werden in Absprache mit den jeweiligen Schulleitungen von den dort ansässigen Schulen mitbetreut. Diese Regelung gilt auch für den umgekehrten Fall.
Die Grundschule stellt aus dem Etat die notwendigen Mittel für die Anschaffung von geeigneten Fördermaterialien zur Verfügung.

• Inhaltliche Planung

Die inhaltliche Ausgestaltung der Sprachförderung orientiert sich im Wesentlichen an der DaZ-Box des Finken Verlages. Dieses Werk ist ausgerichtet auf die natürlichste Form des kindlichen Lernens – auf die Ebene des Spiels. Mit den vorhandenen Sprachspielen werden authentische Sprechanlässe geschaffen, die im Erfahrungsbereich der Kinder liegen. Um den unterschiedlichen Spracherfahrungen der Kinder gerecht werden zu können, bieten die verschiedenen Spielformen viele Differenzierungsmöglichkeiten. Die DaZ-Box eignet sich hervorragend sowohl für Migrantenkinder als auch für „spracharme“ deutsche Kinder.

Folgende Themenbereiche werden im Verlauf eines Jahres mit der DaZ-Box erschlossen:
• Im Klassenzimmer
• In der Turnhalle
• Freizeit
• Im Supermarkt
• Wohnen
• Im Straßenverkehr
• Um uns herum
• Durch das Jahr

Zusätzlich zu den Inhalten der DaZ-Box werden passende Fingerspiele, Reime, Lieder, kleine Gedichte, Bastel- und sonstige kreative Anlässe sowie Geschichten eingebunden. Projektthemen des Kindergartens werden ebenfalls in die Planung der Sprachförderstunden mit einbezogen.


3. Dokumentation der Lernfortschritte

Die Lernfortschritte der Kinder werden dreimal jährlich von der Lehrkraft dokumentiert und mit den Erziehern besprochen. Zum Abschluss des Förderjahres wird ein Abschlussbericht verfasst, der den Eltern, den Erziehern und den zukünftigen Klassenlehrern vorgelegt wird.

3.2 Deutsch für Migrantenkinder

An unserer Schule befindet sich nur ein recht geringer Prozentsatz an Migrantenkindern. Die Familien dieser Kinder sind in der Regel bereits seit vielen Jahren in Deutschland angesiedelt. Beginnend mit der Flüchtlingswelle 2015 gelangen leicht zunehmend Kinder mit sehr geringfügigen oder gar keinen Deutschkenntnissen an unsere Schule. Diese Kinder (4 zur Zeit) werden 1 Jahr lang täglich 1-2 Stunden zusammengefasst und von einer Pädagogin des Lesenestes in unserem Förderraum unterrichtet.

Bei allen anderen zu fördernden Kindern wird zunächst der Sprachstand festgestellt. In Absprache mit den jeweiligen Klassenlehrern wird ein Förderplan erstellt. Die Förderbereiche werden individuell festgehalten. Unterricht wird in dem von der Landesschulbehörde zugewiesenen Stundenanteil erteilt

Der Unterricht wird in Kleingruppen oder falls notwendig in Einzelbetreuung erteilt. Sprech- und Schreibanlässe orientieren sich vorrangig an für die Kinder alltäglichen Lebensbereichen. Schule, Familie und Freizeit bilden dabei die Schwerpunkte. Gezielt werden Wortschatz, Satzstellung und Grammatik gefördert.


4. Leseförderung

Die Förderung des Lesens stellt einen besonderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Grundschule Mittegroßefehn dar. (siehe Seite 8 des Schulprogramms)


5. Förderung von Sport und Bewegung
Die Förderung von Bewegung und Gesundheit stellt einen besonderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Grundschule Mittegroßefehn dar. (siehe Seite 10 des Schulprogramms)


6. Förderung der Mitverantwortung und der sozialen Kompetenz
Die Förderung der Mitverantwortung und der sozialen Kompetenz stellt einen besonderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Grundschule Mittegroßefehn dar. (siehe Seite 11)

7. Ausblick – Begabtenförderung

Zumeist gilt das Augenmerk differenzierten Unterrichts, sei es innerhalb oder außerhalb der regulären Stundentafel, den schwächeren Schülern. Ihnen widmen die Kollegen viel Zeit und Kraft und investieren intensiv in die Kompensation noch aufzuholender Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Im Sinne der Gleichbehandlung obliegt es aber ebenso der unbedingten Verantwortung einer Grundschule, auch die besonders begabten Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen, sie wohlwollend zu begleiten und individuelle Möglichkeiten zur Förderung inner- als auch außerschulisch anzubieten. Ein entsprechendes Angebot kann von besonders leistungsstarken Schülern im mathematischen Bereich in der AG-Leiste gewählt werden.
In den nächsten Monaten und Jahren wird die Begabtenförderung stärker in den Focus der Weiterentwicklung unseres Förderkonzeptes genommen.
Folgende Ideen/Gedanken werden weiter verfolgt, ergänzt und konzeptionell erarbeitet:

• Zusätzliche Arbeitsgemeinschaften für besonders Begabte (Mathematik, Sachunterricht, Geschichten schreiben, etc.)
• Mappe mit Knobelaufgaben in verschiedenen Bereichen in jeder Klasse
• Besondere zusätzliche Aufgaben für besonders Begabte (Schülerzeitung, Präsentationen, etc.)
• Häusliche Ausarbeitungen, die in der Schule vorgestellt/vorgeführt werden
- Experimente
- Präsentationen
- Gestaltete Arbeiten (Kunst, Musik, Handwerk, Sport)
• Kooperationen zu außerschulischen Einrichtungen zur weiteren Förderung der Talente (Musikschule, Kunstschule, Sportvereine, ...)
• Teilnahme an Wettbewerben
• Teilnahme an ausgewählten Fächern im nächst höheren Jahrgang
• Überspringen eines Jahrgangs

4. Kooperation

Die Arbeit in der Schule ist geprägt durch das Zusammenwirken vieler Menschen. Eine offene und sachorientierte Kommunikation zwischen allen Beteiligten auch in kontrovers zu diskutierenden Fragestellungen ist insbesondere für das Kollegium und für die Schulleitung unserer Schule von großer Bedeutung. Ein gutes und vertrauensvolles Arbeitsklima kann nur auf dieser Basis gelingen. Es fördert zudem die Motivation gemeinsam die Schule und das Schulleben voranzubringen.

4.1 Zusammenarbeit im Kollegium

Die Kooperation der Lehrkräfte untereinander ist geprägt durch einen offenen Umgang miteinander. Es existiert eine sehr enge Zusammenarbeit und Abstimmung in den Jahrgängen. Inhalte und Lernzielkontrollen werden gemeinsam geplant und in ständiger Absprache umgesetzt. Im Rahmen der integrativen Beschulung von lernzieldifferent zu fördernden Kindern und durch Doppelbesetzungen ist die Zusammenarbeit von Kollegen/innen im gleichen Unterrichtsraum ein fester Bestandteil des Schulalltags. In regelmäßigen Abständen werden im Gesamtkollegium Absprachen und feste Rituale im Umgang mit Schüler/innen erarbeitet bzw. modifiziert. Dienstbesprechungen werden auch im Bedarfsfall für Fallbesprechungen genutzt. Ein Ablaufplan für den Umgang mit auffällig werdenden Kindern wurde als Richtlinie für alle Lehrkräfte entwickelt (siehe Anhang). Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, wie Boßeln mit Kohlessen, Abschlusstreffen zum Ende des Schuljahres und Betriebsausflüge dienen darüber hinaus zur Stärkung des „Teamgeistes“.


4.2 Elternarbeit

Die Kooperation mit den Eltern gestaltet sich sehr vielfältig. Über die Gremienarbeit hinausgehend werden Einschulungsveranstaltungen, Schulfeste, Sportfeste und Projekttage/Projektwochen mit Hilfe vieler Eltern geplant und realisiert. Außerdem stehen viele Väter und Mütter hilfreich bei der Durchführung der Radfahrprüfungen, bei Basteltagen, bei der Organisation von Klassenfesten o. Ä. zur Verfügung. Seit 2008 sind viele Eltern regelmäßig eine Stunde pro Woche in der Klasse als Lesepaten tätig. Ein Gremium von Eltern hat in vielen Arbeitsstunden gemeinsam mit der zuständigen Lehrerin die Bücherei modernisiert. Die Buchausleihe und die Aufrechterhaltung des geschaffenen Standards werden kontinuierlich von Eltern weitergeführt.
Ausschließlich von Eltern organisiert werden die Aufgabenbereiche des Fördervereins, regelmäßig stattfindende Kleiderflohmärkte für Kinder und Erwachsene, gesundes Frühstück, etc. Einmal jährlich nehmen Kinder unserer Grundschule an einem Reitturnier für Schüler teil. Mit hohem Aufwand und mit viel Engagement wird die wochenlange Vorbereitung und die Durchführung ausschließlich von Elternteilen unserer Schule getragen.
Gemeinsam mit den Eltern wird einmal jährlich die „Müllsammelaktion“ durchgeführt. Am Adventsmarkt (1. Advent) organisieren Eltern und Lehrer einen Stand, an dem Waffeln verkauft werden und auch zum Martinssingen laufen Eltern und Lehrer gemeinsam mit den Kindern ins Zentrum von Großefehn.


4.3 Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

In enger Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindergärten und Grundschulen wurde bereits im Jahre 2003 ein Kooperationskonzept entwickelt, das mit dem Ziel verknüpft ist, den Übergang vom Kindergarten in die Schule für die Kinder zu erleichtern und für die beteiligten Fachkräfte zu professionalisieren. Entsprechend einem eigens dafür entwickelten „Kooperationskalender“ (siehe Anhang) werden zahlreiche Termine des letzten Kindergartenjahres gemeinsam geplant und durchgeführt. Folgende Veranstaltungen haben dabei einen besonderen Stellenwert:
• Erkundung des Schulgebäudes, der Turnhalle und des Pausenhofes mit dem Schulleiter und den Erziehern der Kindergärten im Herbst vor der Einschulung.
• 3 Diagnostiktage im letzten Kindergartenjahr (2 im Kindergarten, 1 in der Schule)
• Einladung der zukünftigen Erstklässler zu einer kulturellen Veranstaltung in der eigenen Turnhalle im Spätherbst oder Frühjahr (Theater, Musikkonzert o. ä.)
• Vorlesetag in den Kindergärten durch die 3. Klassen im Frühjahr.
• Die zukünftigen Klassenlehrer/innen besuchen die kommenden Erstklässler in den Kindergärten (Juni).
• Zukünftige Schulkinder besuchen die Schulen und erleben zwei Unterrichtsstunden.
• Die neuen Erstklässler werden ca. 6-8 Wochen nach der Einschulung von Erziehern der abgebenden Kindergärten besucht.

Alle Aktivitäten werden in regelmäßig statt findenden Gesprächen geplant, reflektiert und ggf. modifiziert.
Schule und Kindergärten haben gemeinsam einen Beobachtungsbogen entwickelt, der zum Ende des Kindergartenjahres an die zukünftigen Klassenlehrer übergeben wird. Hierfür haben sich die Kindergärten verpflichtet, von allen Eltern frühzeitig die Einwilligung zur Weitergabe von Informationen an die Schule einzuholen.


4.4 Kooperation mit anderen Schulen

Im Hinblick auf die ehemals zu treffende Schullaufbahnempfehlung nach Klasse 4 wurden gemeinsame Arbeitsgruppen aus Teilnehmern der umliegenden Grundschulen und der KGS Großefehn (aufnehmende Schule) gebildet, um die Standards, Curricula, Schwerpunkte und die Bewertungsmaßstäbe der Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch aufeinander abzustimmen. Auch in den anderen Fächern finden mittlerweile regelmäßige Besprechungen zwischen den Schulen statt. Es werden dabei nicht nur Absprachen getroffen. Vielmehr werden vielfältige Erfahrungen ausgetauscht, Ideen und Impulse weitergegeben.
Kurz vor den Sommerferien werden Übergangsgespräche geführt. Insbesondere Kinder mit deutlichen Abweichungen gegenüber den anderen Kindern im Lernen, aber auch im Verhalten werden mit den neuen Klassenlehrern besprochen. Entsprechende schriftliche Anmerkungen werden auf dem dafür erstellten Vordruck festgehalten und gemeinsam mit den Ile-Bögen übergeben.
Die Schulleitungen der umliegenden Grundschulen (Einzugsbereich KGS) treffen sich regelmäßig (ca. alle 4-5 Wochen) zum Erfahrungsaustausch und zur Gewährleistung eines einheitlichen Vorgehens in grundlegenden Bereichen. Ein Erfahrungsaustausch auf Schulleiterebene mit der KGS und den benachbarten Grundschulen ist einmal pro Jahr vorgesehen.
Bereits seit 1996 haben wir in enger Kooperation mit der Förderschule und mit den umliegenden Grundschulen die sonderpädagogische Grundversorgung umgesetzt. 2005 folgte die Einbettung des Modellvorhabens MESEO, einem Programm zur integrativen Beschulung von Kindern mit Förderbedarf im Bereich soziale und emotionale Entwicklung. Zahlreiche Gespräche und gemeinsame Planungen waren nötig um Grundversorgung und MESEO erfolgreich realisieren zu können. Es entstand ein gutes Fundament zur weiteren erfolgreichen Kooperation mit dem zuständige Förderzentrum. In regelmäßigen Dienstbesprechungen mit der Förderschule wird diese Zusammenarbeit weiter reflektiert und ggf. den veränderten Bedingungen angepasst.


4.5 Kooperation mit Einrichtungen der Jugendhilfe

Im konkreten Einzelfall werden alle umliegenden Einrichtungen der Jugendhilfe im Bedarfsfall kontaktiert und in die Problemlösung einbezogen. Wiederholt ergeben sich u. a. Kontakte zur kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilung des Krankenhauses Kreyenbrück in Oldenburg, zur Praxis für Ergotherapie in Großefehn, zum Schulpsychologen der Landesschulbehörde, zu ortsansässigen Ärzten, zur AWO in Aurich, zur Schule für Körperbehinderte in Aurich, zum Gesundheitsamt, usw.
Einen besonderen Stellenwert erhält mittlerweile die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Leinerstiftes. Seit der Installierung des Projektes „MESEO“ wurden vermehrt Kinder dieser Einrichtung bei uns beschult. Insbesondere ist eine enge Kooperation bei Kindern, die aus der „FOCUS“- und aus der „Clearing“- Gruppe zu uns kommen, gefragt. Eine wechselseitige und intensive Kommunikation ist dabei sehr hilfreich.
Es sind ebenfalls die Kontakte zwischen dem Kinderschutzhaus in Timmel intensiviert worden. Bedingt durch die Erweiterung dieser Einrichtung hat die Zahl der bei uns zu beschulenden Kinder zugenommen. Durch eine gegenseitige Vorstellung der Einrichtungen und durch enge Kontakte in der Einzelfallarbeit ist bereits eine sehr gute Basis für die weitere Zusammenarbeit geschaffen worden.


4.6 Kooperation mit außerschulischen Lernorten

Zu mehreren umliegenden Betrieben und Einrichtungen bestehen seit mehreren Jahren sehr gute Kontakte. Insbesondere im Zusammenhang mit sachkundlichen Themen haben Lehrer und Schüler aus den verschiedenen Jahrgängen diese Einrichtungen aufgesucht.
Besondere Verbindungen bestehen zur örtlichen Feuerwehr, zur Polizei, zur Gemeindebücherei, um nur einige zu nennen.

Hervorzuheben ist das Engagement des Landwirtes Röhling, dessen Hof von der Schule zu Fuß erreicht werden kann. Er hat einen eigenen Erkundungspfad mit Hinweisschildern erstellt, der gerne von den Kindern erforscht wird. Zusätzlich sind die Röhlings jederzeit dazu bereit, den Kindern die Herstellung der Butter nahe zu bringen. Als engagiertes Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Westgroßefehn bietet Herr Röhling der Schule bei Bedarf einen Vormittag zur Erkundung der Feuerwehr mit all seinen Gerätschaften an.

Besonders wertvoll ist auch die Kooperation mit der „Naturschutzstation Fehntjer Tief“ in Lübbertsfehn. Mit dieser Einrichtung wurde 2007 ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die Naturschutzstation befindet sich in Schulnähe und hält vielerlei Angebote für Grundschulkinder bereit, die zukünftig mehrfach im Jahr genutzt werden sollen. Die Natur zu erleben und zu erforschen soll dabei unter Einbeziehung der Jahreszeiten im Vordergrund stehen.

Eine besondere Kooperation ist ebenfalls zum MKW (Müll- und Kompostwerk) in Ostgroßefehn entstanden. Ein Mitarbeiter des MKW bietet Grundschülern ein außerschulisches Projekt zur Müllvermeidung und zur Mülltrennung an. Im Rahmen dieser Kooperation entstand im Sommer 2009 ein Lehrfilm, der im Auftrage des Landkreises Aurich mit einer Klasse unserer Grundschule (als Wochenprojekt) auf unserem Gelände gedreht worden ist. Dieser Lehrfilm zur Umweltbildung kann als DVD im Medienzentrum Aurich von allen Schulen ausgeliehen werden.

Es existieren weiterhin vielfältige Kontakte zu anderen außerschulischen Lernorten, die regelmäßig von Lehrkräften unserer Schule aufgesucht werden. Ein entsprechender Katalog mit Ansprechpartnern und Kontaktmöglichkeiten liegt im Lehrerzimmer aus


5. Fortbildung

Durch die veränderten Bedingungen in Schule und Gesellschaft (Inklusion, Flüchtlingsstrom, etc.) erhält der Fortbildungsbereich einen erhöhten Stellenwert. Dabei ist unsere persönliche Weiterqualifizierung möglichst eng auf den Schulalltag mit seinen veränderten Anforderungen ausgerichtet. Eine Vernetzung mit den anderen Grundschulen in Großefehn wird zunehmend angestrebt.
Erstmalig ist im Jahr 2007 auf Initiative unserer Grundschule eine gemeinsame Fortbildung für alle Kollegien der vier umliegenden Grundschulen durchgeführt worden. Ähnliche Fortbildungsveranstaltungen sind gefolgt und sollen auch weitergehend realisiert werden. Dies fördert zum einen die Kooperation zwischen den Schulen, andererseits wird die Qualität der Ergebnisse durch ein erweitertes Spektrum von Wissen und Erfahrungen aus den verschiedenen Kollegien verbessert.
Im laufenden und im kommenden Schuljahr sollen schwerpunktmäßig schulinterne Fortbildungen zum Umgang mit der Heterogenität in den Lerngruppen und der damit zunehmend notwendigeren Individualisierung des Unterrichtes durchgeführt werden.

Viele Lehrkräfte nehmen teil an individuellen Fortbildungslehrgängen in den unterschiedlichen Fachbereichen, die vornehmlich über das RPZ in Aurich angeboten werden. Die Schule fördert ebenso die Teilnahme von Lehrkräften an pädagogischen Tagungen (Grundschultage Aurich, pädagogische Woche in Oldenburg, Sporttagung in Hesel, u.a.)
Grundsätze der Fortbildung an unserer Schule sind im Fortbildungskonzept festgehalten.
Die Schwerpunkte der zurückliegenden schulinternen Fortbildungen waren:

• der Umgang mit neuen Medien und die Einbindung in den Alltag aller Klassen
• das Erlernen verschiedener Unterrichtsmethoden und die Erweiterung eigener Methodenkompetenz
• das Einbauen und Einüben dieser Kompetenzen in den Unterricht unter besonderer Berücksichtigung von Differenzierungsmaßnahmen
• Maßnahmen zur Gesunderhaltung im Schulalltag
• Kooperative Arbeitsformen
• Classroom-Management

In den kommenden 2 Jahren stellt die Verbesserung der Unterrichtsqualität einen besonderen Schwerpunkt dar. In individuellen Fortbildungen der Schulleitung und der Lehrkräfte sowie in schulinternen Lehrerfortbildungen soll die Verbesserung der Unterrichtsqualität den wesentlichen Schwerpunkt darstellen. Die Heterogenität der Lerngruppen hat durch die Inklusion und durch den Flüchtlingsstrom weiter zugenommen. Die Ausrichtung des Unterrichtes muss zunehmend durch Differenzierung und Individualisierung erfolgen.


6. Internationale Kontakte

Seit dem Jahre 2004 bestehen enge Kontakte zur Groen-van-Prinsterer-Basisschool in Nieuwe Pekela (NL). Diese Kontakte sind kontinuierlich ausgebaut worden. Im Frühjahr 2005 haben sich zum ersten Mal Kinder beider Schulen getroffen und einen Tag gemeinsam verbracht. Diese Kontakte sind in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut worden. Die Kollegien haben sich gegenseitig besucht, der Besuch der 4.Klassen/Gruppe 6 ist fester Bestandteil des Schuljahres. Im Jahre 2007 führten beide Schulen erstmalig eine Projektwoche zum gleichen Thema durch, deren Ergebnisse sie sich gegenseitig präsentierten. Mittlerweile gibt es feste Veranstaltungen die jährlich wiederkehrend umgesetzt werden:
Treffen der Kollegien in Nieuwe Pekela und in Großefehn (September), Austausch der dritten Klassen im April, Austausch der vierten Klassen im Mai, drei Vorbereitungs- und Nachbereitungstreffen der Schulleitung zur Planung und Koordinierung der gemeinsamen Aktivitäten. Im Mai erfolgt zusätzlich die Teilnahme an der Sportolympiade in Pekela mit der ganzen Schule. (näheres sie Konzept zur Partnerschaft mit Nieuwe Pekela)


7. Neue Medien

Jeder Klassenraum verfügt über einen Internetanschluss sowie über mindestens einen multimediatauglichen PC. Ein Computerraum ist im Jahre 2006 eingerichtet worden. Er verfügt über 16 Schüler- PC`s, einen Lehrer-PC sowie über einen Beamer. Alle Computer arbeiten mit dem neuesten Betriebssystem (Windows 10). Der Schulträger stellt uns einen System-Administrator zur Verfügung, der neben unserem Medienobmann und unserem Hausmeister für die Funktionalität der Hard- und Software sowie für deren Sicherheit verantwortlich ist.
Seit dem Schuljahr 2006/2007 werden die Klassen 1 und 2 langsam an die Arbeit im PC-Raum und an Arbeiten mit dem Computer herangeführt.
Ab Klasse 3 werden die Kinder kontinuierlich im Umgang mit dem Computer geschult. Schwerpunkte bilden die Bereiche „Lernwerkstatt“, „Antolin“, „Textverarbeitung“ und „Internet“. Alle Drittklässler müssen im 1. oder 2. Halbjahr die Computer-AG aufsuchen. Auf den hier erworbenen Kenntnissen wird im 4. Jahrgang weiter aufgebaut. Im Medienkonzept sind die Kompetenzerwartungen in den Jahrgängen für jeden Jahrgang aufgelistet.


8. Schulische Veranstaltungen

Folgende Veranstaltungen sind fester Bestandteil an unserer Schule:

Für Kinder
• Im Laufe eines Schuljahres finden regelmäßige Foren statt. Die Kinder erhalten hier die Möglichkeit kleine Beiträge vor allen Schulkindern und Lehrern vortragen zu können.
• Im Winter feiern wir immer am Rosenmontag gemeinsam Karneval. Kinder und Lehrkräfte verkleiden sich und erfreuen sich an den unterschiedlichsten Aktionen, wie Karnevalsumzug durch das Dorf, Dschungelturnen, Zirkusaufführung, Disco o.ä.
• Einmal pro Schuljahr wird eine Projektwoche realisiert. Das Thema wird abwechselnd von den Schülern bzw. von den Lehrkräften gewählt.
• Regelmäßig nimmt unsere Schule am Plattdeutschen Lesewettbewerb teil, der alle zwei Jahre im Frühjahr durchgeführt wird. In einem innerschulischen Wettbewerb werden die Teilnehmer dafür ermittelt.
• Jedes Jahr im April bzw. Mai verbringen die Kinder der 3. und 4. Klassen jeweils einen Tag mit der Group 5 bzw.6 der Groen van Prinsterer-Schule (NL) einen Tag. Jährlich im Wechsel besuchen sich die Klassen in Mittegroßefehn oder in Nieuwe Pekela (Partnerschule) erneut.
• Jährlich findet im Mai/Juni ein Lesetag statt.
• Alle zwei Jahre findet im Sommer ein Schulfest statt.
• Im Sommer führen wir jährlich unser Sportfest mit den Bundesjugendspielen durch.
• Alle Schüler der Klassen 2 – 4 erhalten in den Sommermonaten die Möglichkeit, das Sportabzeichen erfolgreich zu absolvieren.
• Ein großer Schulsportwettkampf mit 12 jahrgangsgemischten Mannschaften wird jährlich im Februar in der großen Turnhalle der KGS durchgeführt.
• Nach den Sommerferien werden jeweils in den 4. Klassen mit Hilfe der örtlichen Polizei und mit einigen Eltern die Radfahrprüfungen durchgeführt.
• Zum Ende der 3. oder am Anfang der 4. Klasse findet in den Sommermonaten eine mehrtägige Klassenfahrt statt.
• Im Herbst wird jährlich eine Kulturveranstaltung in der Schule angeboten (Theater, Zauberer, Kindermusical, o.ä.), wozu auch die „Vorschulkinder“ aus den Kindergärten eingeladen werden.
• In der Vorweihnachtszeit wird von der ganzen Schule die Aufführung eines „Weihnachtsmärchens“ (Theateraufführung) besucht.
• An allen Adventsmontagen finden die „Weihnachtsforen“ statt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder gesungen. Einzelne Schüler tragen weihnachtliche Beiträge vor.
• Regelmäßige Teilnahme an sportlichen Vergleichswettkämpfen mit anderen Schulen in den Bereichen Fußball, Basketball, Wasserball, Reiten und Brennball.
• In einem Zweijahresrhythmus findet eine Weihnachtsfeier der gesamten Schule in unserer Turnhalle statt. Alle Klassen sind mit Beiträgen vertreten. Auch örtliche Musikgruppen werden daran beteiligt.


Weitere Veranstaltungen
• Jährlich zum Jahresbeginn treffen sich alle Mitarbeiter der Schule zum Boßeln mit anschließendem Grünkohlessen.
• Einmal jährlich (Juni oder Herbst) treffen sich die Kollegien der Partnerschulen Mittegroßefehn und Nieuwe Pekela wechselseitig in Pekela oder Großefehn zu einer gemeinsamen Unternehmung. Neben einem allgemeinen Erfahrungsaustausch findet jeweils eine Besichtigung eines lohnenswerten Objektes, Projektes, Ausstellung o.ä. statt.
• Am Schluss des letzten Unterrichtstages vor dem Jahreswechsel verabschieden sich alle Mitarbeiter in einer gemütlichen Runde gemeinsam vom „alten Jahr“.
• In regelmäßigen Abständen werden vom Förderverein an unserer Schule Kinder- und Erwachsenenkleiderbörsen durchgeführt, die sich mittlerweile zu einem „Renner“ entwickelt haben.
• Müllsammelaktion im Frühjahr mit Schulkindern, Eltern und Lehrern.
• Gemeinsamer Stand von Eltern und Lehrern auf dem Adventsmarkt am 1. Advent bei der Kirche in Mitegroßefehn



III. Schulprogramm und Schulentwicklung

Schule ist stets im Wandel – die Gesellschaft verändert sich, die Kinder verändern sich, die Zusammensetzung des Kollegiums verändert sich. Nichts ist auf Dauer festgelegt, was nicht heißt, dass Bewährtes nicht bewährt bleiben kann. Aber Schule muss sich immer wieder überprüfen und den gesellschaftlichen Veränderungen stellen. Ziele müssen festgelegt werden, Erreichtes muss aber auch überprüft und ggf. modifiziert werden. Dies gilt auch für unsere Schule.

Im folgenden wird das aktuelle Zielprogramm der Grundschule Mittegroßefehn vorgestellt, das aufgrund von Evaluationsergebnissen und möglichen Veränderungen regelmäßig überarbeitet bzw. aktualisiert wird. Die Ziele sind sehr eng angelegt an die realen Verhältnisse unserer Schule. Auf idealtypische, praxisferne und Theorie beladene Zielsetzungen möchten wir ganz bewusst verzichten.



1. Schulentwicklung

1.1 Zusammenfassung der Schulentwicklung bis 2005 (seit 1996)

1996 Sonderpädagogische Grundversorgung als Modellprojekt
1997 Gründung des Fördervereins
1999 Flurgestaltung verändert
2000 Schulhofumgestaltung mit 20000 DM umgesetzt
2000 Anschaffung von Spielgeräten zur Spielausleihe für die Pausen, die von den Kindern selbst geregelt wird.
2001 Einführung des Flurdienstes
2001 Einführung der „verlässlichen Grundschule“
2003 Erprobung einer Hausaufgabenhilfe
2004 Neue Schulordnung mit Präambel, die von allen Schülern unterschrieben wird
2004 Anbahnung einer stabilen Schulpartnerschaft mit der Basisschool Groen van
Prinsterer aus den Niederlanden
2004 Umsetzung eines erarbeiteten Konzeptes zur engen Kooperation mit den umliegenden Kindergärten beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
2005 Anschaffung und Umsetzung des Konzeptes „Faustlos“ zur Gewaltprävention
2005 Beginn des Modellversuches „Meseo“ zur integrativen Beschulung von sozial-emotional auffälligen Kindern in der Grundschule
2005 Entwicklung und Vorstellung eines Schullogos
2005 Umgestaltung der Eingangsbeete und Wandbemalung im Eingangsbereich mit den Kindern
2005 Erarbeitung eines Schulprogramms

1.2 Zielvorgaben früherer Schulprogramme (seit 2005/06), die bereits
realisiert wurden

• Einrichtung eines Computerraumes mit 15 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz
• Bau bzw. Erwerb einer beidseitig zu bekletternden Kletterwand als zusätzliches Spielgerät für den Schulhof
• Erneuerung der Laufbahn neben dem Sportplatz.
• Entwicklung eines Flyers für den Förderverein, der werbewirksam eingesetzt werden kann
• T-Shirts mit dem Schullogo als Angebot für unsere Schüler
• Aufbau und Gestaltung einer eigenen Homepage der Grundschule Mittegroßefehn
• Erstellung und Veröffentlichung eines Schulprogramms
• Praktische Umsetzung des Modellversuches MESEO
• Erarbeitung von Vorlagen für die Schulentwicklungsberichte sowie für die Einzelförderpläne
• Aufnahme der „Leseförderung“ in unser Leitbild als zusätzlichen Schwerpunkt
• Regelmäßig stattfindende Beratungsbesuche und Mitarbeitergespräche durch die Schulleitung
• Verlagerung wesentlicher Aufgaben auf die Fachkonferenzen
• Erarbeitung von schuleigenen Curricula in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht
• Stärkere Einbindung des Fördervereins in die Organisation von Schulveranstaltungen und Schulfesten.
• Ausweitung und Festigung der Kontakte zur Partnerschule in Nieuwe Pekela
• Verbesserung und Ausweitung des Weidentunnels auf dem Schulhof (muss fortgesetzt werden)
• Die Gestaltung der Flurbereiche mit in Wechselrahmen ausgestellten Bildern unserer Schulkinder.
• Erstellung der Schulcurricula in den „Nebenfächern
• Kontinuierliche „Innerbetriebliche“ PC-Fortbildung
• Verbesserung der Schulhofbepflanzung und –gestaltung
• Implementierung einer SV mit regelmäßigen Besprechungen zwischen SV und Schulleitung
• Bestandsaufnahme Gewaltprävention mit Faustlos
• Einführung einer Sozialtrainingsstunde
• Überarbeitung und Aktualisierung der Schulordnung
• Weitere Kooperationsverträge mit umliegenden Sportvereinen
• Erstellung eines Medienkonzeptes
• Durchführung einer Selbstevaluation mit dem Lüneburger Fragebogen
• Schulkonzept zur Leseförderung
• Umsetzung der Antolin Leseförderung im Rahmen des Schwerpunktes „Lesen“
• Neugestaltung unserer Bücherei und Anschaffung weiterer Ganzschriften in allen Jahrgängen
• Einführung einer wöchentlichen Lesestunde in Kleingruppen mit Lesepaten (Eltern) in allen Jahrgängen
• Schulkonzept zur Methodenkompetenz erarbeitet
• Zertifikat „Sportfreundliche Schule erhalten
• Sport als Schwerpunkt mit ins Leitbild der Schule aufgenommen
• Konzeptionelle Festschreibung der Schulpartnertschaft
• Sponsorenlauf durchgeführt (5000 € für eine indische Schule in den Slums von Ranji)
• Überarbeitung Schulcurricula Deutsch und Sachunterricht
• Einführung eines Zeugnisprogramms mit kollegialer Fortbildung
• Erstmalig Hospitationsringe durchgeführt
• Kooperationskonzept mit den Kigas überarbeitet
• Erarbeitung eines Präventionskonzeptes
• Erstmalig Evaluation nach SEIS
• Einrichtung eines Besprechungsraumes und eines zentralen Lehrmittelraumes
• Konzept Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement
• Veränderte Zeitstruktur (Einführung einer Doppelstunde)
• Einführung einer 20minütigen Förder- und Forderleiste
• Einführung der Ausbildung zu Streitschlichtern
• Streitschlichtung ersetzt Faustlos
• Überarbeitung des Medienkonzeptes
• Erarbeitung eines einheitlichen Rasters zur Überarbeitung der Schulcurricula
• Überarbeitung der Schulcurricula
• Planung und Beantragung einer offenen Ganztagsschule
• Konzeption offene Ganztagsschule
• Umsetzung der Inklusion
• Verlängerung „Sportfreundliche Schule“
• Grundsätzliche Überarbeitung des Ganztagsschulkonzeptes
• Teilnahme Schulobstprojekt des Landes Niedersachsen
• Zum 2. Mal Evaluation nach SEIS
• Musikevent „Fehn singt“ geplant und umgesetzt


2. Kontinuität im Erreichten

Genauso wichtig wie die Neufestlegung von Zielen ist es, die Qualität des bereits Geleisteten zu wahren. Wir wollen insbesondere den in folgenden Bereichen bereits erreichten Standard Aufrecht erhalten:

• Das gute Arbeitsklima innerhalb des Teams.
• Die beispielhafte Kooperation zwischen Kindertagesstätten und der Grundschule beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
• Die enge Kooperation zwischen den benachbarten Schulen
• Die Qualität der sonderpädagogischen Grundversorgung – mittlerweile Inklusion
• Die Funktionalität des Vertretungskonzeptes in Verbindung mit den pädagogischen Mitarbeitern
• Die gute Zusammenarbeit mit der Elternschaft
• Die Qualität der Außenanlagen mit den vielfältigen Spielmöglichkeiten
• Die gut ausgestattete und regelmäßig aktualisierte Bücherei
• Die hohe Bereitschaft des Kollegiums zu strukturellen und pädagogischen Veränderungen


3. Jahresplanung für das Schuljahr 2015/2016

3.1 Schwerpunkte

• Überarbeitung/Anpassung des Methodenkonzeptes (Schulleitung/Kollegium)
• Anpassung der Elternberatung nach Wegfall der Schullaufbahnempfehlung (Kollegium,Konzepterarbeitung))
• Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zur Inklusion (Individualisierung; Heterogenität) (Kollegium)
• Fortbildungsmodule für die Schulleitung zur Inklusion (Schulleitung)
• Überarbeitung und Anpassung des Schulprogramms im Hinblick auf Inklusion
(Schulleitung, Kollegium)
• Anpassung der Schulcurricula an die neuen Lehrwerke in den Fächern Mathematik und Deutsch (Fachkonferenzen Mathematik und Deutsch)
• Umsetzung der neuen Zeitstruktur und ihre Evaluation (Kollegium, Schulleitung)
• Evaluation des dreitägigen Ganztagsangebotes und Entscheidung über eine mögliche Erweiterung auf 4 Tage
(Elternbefragung, Schulvorstand)
• Suche nach Alternativen zum bisherigen Essenslieferanten (Schulleitung)
• Auswahl, Abstimmung und Aufmalen von Schulhofspielen
(Kollegium, SV, Hausmeister)

3.2 weitergehende Zielvorhaben
• Kontinuierliche Anpassung der Unterrichtsqualität unter dem Gesichtspunkt „Individualisierung“
• Überarbeitung von Konzepten und Anpassung an die Anforderungen der Inklusion (Kollegium, Schulleitung)
• Einbindung der Qualitätsbeauftragten in den Fächern Deutsch und Mathematik zur
Reflexion und ggf. zur Anpassung der Schulcurricula (Fachkonferenzen)
• Entscheidung für ein neues Evaluationsinstrument als Alternative zu SEIS (Schulvorstand)

4. Evaluation

In einem zwei- bis dreijährigen Rhythmus werden Inhalte und Leistungen der Schule mittels einer großen Befragung evaluiert. Mit den Instrumenten Lüneburger Fragebogen und SEIS wurden die Kinder und Eltern des dritten bzw. dritten und vierten Jahrgangs sowie die Lehrkräfte in den vergangenen Jahren befragt. Insbesondere bei der Reflexion der letzten Evaluation im Jahre 2015 waren sich die Beteiligten darin einig, zukünftig auf das Befragungsinstrument SEIS zu verzichten und nach Alternativen zu suchen.

Die Befragungsrgebnisse werden jeweils in den Gremien vorgestellt und diskutiert. Besondere Auffälligkeiten werden herausgestellt und in die Schulprogrammarbeit aufgenommen. Schulvorstand und Gesamtkonferenz beraten bzw. entscheiden über die daraus resultierenden Zielvorgaben und Arbeitsschritte.

Jährlich werden zusätzlich Teilbereiche unserer Arbeit evaluiert und in die Arbeitsplanung mit aufgenommen.



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